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"...almost everywhere in the ocean, a bathyscaphe diver will land within sight of modern man´s litter to such an extent that it becomes difficult to keep these trivial objects out of camera range!" - Jacques Cousteau, The Oceans World
Diese Seite unserer Homepage witmen wir der Natur und werden versuchen, mit dem einen oder anderen Bericht ein wenig Wissen zu verbreiten, in der Hoffnung, den einen oder anderen für Bedürfnisse underer Welt zu sensibilisieren.
Pospises - Schweinswale
Ohne Zweifel gehört die Sichtung von Walen und Delfinen zu einem der schönsten Erlebnisse an Bord einer Segelyacht. Das lustige Klicken und Zwitschern einer Delfinschule, das Platschen am Wasser, wenn ein Wal mit seiner Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche schlägt, oder das zarte "Pfff", das man hören kann, wenn ein Meersäuger zum Atmen an die Wasseroberfläche kommt genügt meist, um innerhalb kürzerster Zeit "alle Mann an Deck" zu haben. Segelt man nun aber entlang der deutschen Nordseeküste oder in der Ostsee, ist die Sichtung des kleinen Verträters der mächtigen Wale - des Schweinswals - ein leider schon seltenes Vergnügen. Denn der kleine Geselle, der unter anderem in den seichteren Gewässern der Nordsee, der Ostsee, des Nordatlantik bis nach Spitzbergen und im Schwarzen Meer zuhause ist, gehört, wie so viele andere Tiere auch, zu den bedrohten Arten. Doch wie kann es passieren, das sich die Art nicht erholen kann, nachdem die Jagt auf ihn zumindest in den europäischen Küstengewässern längst Geschichte ist. Wie in so vielen anderen Fällen auch, ist leider der sorgloser und unbedachter Umgang mit unserer Umwelt und den Ressourcen auch für den kleinen Zahnwal, der nur 1,5 bis 2 Meter lang wird und ein Gewicht von 40 bis 80 Kilo erreicht, eine arge Bedrohung. Erschreckend ist dabei nicht nur die Tatsache, dass starke Überfischund den Tieren die Lebensgrundlage nimmt und viele tote Tiere als Beifang zu verzeichnen sind, sondern die Hauptbedrohung von der Verschmutzung der Gewässer ausgeht. So lagern sich Schwermetalle wie Quecksilber oder Blei in der Leber der Wale ab, während sich in der Fettschicht der Tiere Umweltgifte wie PCB (polychlorirte Biphenyle) konzentrieren, die auch für eine zunehmende Sterilität der Tiere verantwortlich gemacht werden. Reste von Ölfilmen sorgen für Hautprobleme und fördern dadurch wieder den starken Befall betroffener Tiere von Parasiten. Der zunehmende Lärm in unseren Meeren bedroht den Lebensraum der empfindlichen Säuger, weshalb Organisationen wie Rollo Gebhards "Gesellschaft zur Rettund Delfine" sich für eine schonenderere Beseitigung von Altmunition in der Ostsee einsetzt. Denn was für viele kaum vorstellbar klingt, ist dennoch Fakt: die Meere entlang unserer europäischen Küste wurden und werden immer wieder als große Müllkippe verwendet und so landeten, gerade auch nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, viele Relikte aus dem Militäreinsatz, von alten Sprengköpfen bis zu langsam verrostenden Giftgasfässern, kurzerhand im Meer. Wie bereits erwähnt, ist auch die Fischerei, besonders die Fischerei mittels, für den kleinen Wal unsichtbaren, Stellnetzen problematisch für die Tiere. Die flinken Taucher, die beim Schwimmen im Regelfall etwa vier mal pro Minute ihren Kopf kurz aus den Wasser tauchen um zu atmen, können bis zu sechs Minuten lang ihre Tauchgänge bis zu 80 Meter tief machen. Dabei suchen sie vor allem den Meeresgrund nach Nahrung ab (was ihnen zu dem Namen Schweinswal verholfen hat) und geraten immer wieder in aufgestellte Netzen, wo sie einen Erstickungstod erleiden. Kein Wunder also, wenn man tote Schweinswale mit tiefen Schnittwunden - die sie sich beim Kampf ums Überleben am Netz zugezogen haben - als Treibgut am Strand finden kann und sogar im Kosmos Naturführer (Düne, Strand und Wattenmeer von Janke und Kremer) unter der Ruprik "Spülsäume und Angespül" zu finden sind, wo auch vermerkt wird, das lebende und tote, angespülte Tiere unbedingt der Polizei gemeldet gehören.
So ist es kein Wunder, dass die Tiere, die normalerweise eine Lebenserwartung von 20 Jahren haben sollten, in der Regel nicht mehr älter als 8 (!) Jahre werden und der Anblick von Schweinswalen schon zu einem seltenen Zwischenspiel bei einer Reise an Bord einer Segelyacht geworden ist. Wer mehr zum Thema Schweinswale erfahren möchte, der kann sich den 20 minütigen Film mit dem Thema "Kleiner Wal in großer Not" auf der Seite der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger e.V. ansehen, oder die sehr nett aufgearbeiteten Infos zum Schweinswal auf der Internetseite vom deutschen Bund für Umwelt und Naturschutz, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. durchlesen.
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