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Zwischenspiel

La Belle Epoque in Opua

Kaum vor Anker in Opua sind wir auch wieder zurück in "Cruisingbuddy"-Modus. Das erste Dingi kommt schon nach dem Frühstück auf einen Tratsch längsseits. Dann gehts zur Münzwaschmaschine oder per Anhalter zum Gemüsemarkt im nächsten Ort. Ohne große Pläne treiben wir uns von einer Einladung zur nächsten herum und arbeiten daran, langsam alle Lebensmittel an Bord aufzubrauchen und LA BELLE für ihre lange Winterpause vor zu bereiten. Dann eine Einladung unserer Freundin Eve: sie und ihre AUNTIE liegen knapp 80 Seemeilen südlich von uns im Hafen von Whangarei und wir sollen sie besuchen kommen. Ludger´s Plan, morgen seine GREEN DUCK nach Whangarei zu segeln kommt da mehr als gelegen und wir heuern für die Zweitagestour an.

Gemütlich legen wir erst am späten Morgen ab. Ein letzter Blick fliegt zur ankernden LA BELLE EPOQUE, während die Ankerwinde langsam das Geschirr von GREEN DUCK auf Deck holt und wir das Großsegel hieven. Die Flut hat eingesetzt und schiebt uns gemächlich aus der tief ins Land reichende Bucht von Opua. Die Sonne hat bereits ihre neuseeländische Intensität und bringt das Wasser um uns zum glitzern. Jedes mal erneut lässt uns die Schönheit der Bay of Islands, dem kleinen Seegebiet voll winziger Inseln und verzweigten Buchten, staunen. Im satten Grün strahlen die Hänge der niedrigen Hügel, davor warten hunderte von Yachten in allen Größen an ihren Bojen. Aber wenn es auch in jedem Hafen dieser Welt mehr Schiffe als Segler zu geben scheint, so kann man in der Bay of Islands nicht behaupten, die Kiwis währen wasserscheu. Denn wie immer sind wir hier nicht das einzige Boot unterwegs. Gemächlich ziehen ein paar Segelyachten im betonnten Fahrwasser und etliche kleine Fischerboote schleppen ihre Köder durchs trübe Wasser. Vor der hübschen Kulisse von Russell zieht ein Zweimast Gaffelschoner seine Runde und die Fähre pendelt geschäftig zwischen den Ufern. Im tieferen Wasser vor Pahia liegt ein Kreuzfahrtschiff vor Reede und kleine Zubringerboote kutschieren die Gäste an Land.

Noch laufen wir unter Motor, der Wind ist selbst für den leichtfüssigen Katamaran zu schwach. Doch sobald wir unsere Nasen aus dem geschützten Wasser der Bay of Islands drehen, frischt der Wind etwas auf und wir können den Motor abstellen. Auf dem Einmaster mit Rollsegel gibt es kaum etwas zu tun an den Segeln und so schnappe ich mir ein Buch und geh in Urlaub. Ludger und Jürgen sind auch ohne mir schon mehr als genug Arbeitskräfte auf einem Boot wie diesem!

Der Wind meint es gut mit uns und will uns die Vorteile von so einem Kat auch wirklich zeigen. Wir laufen mit sieben bis acht Knoten vor dem Wind und spüren die heran rollende See kaum. Zwischendurch kommen ein paar Delfine zu besuch und wir sitzen im Netz direkt über den am Bug schwimmenden Tieren. So könnte man ewig weiter ziehen! Den geplanten Ankerplatz erreichen wir zu früh und so ziehen wir lieber noch ein Stückchen weiter.

GREEN DUCK

Am zweiten Tag zeigt uns der Kat allerdings schon, dass nicht alle Kurse so gemütlich und einfach sind. Der auffrischende Halbwind schlägt mit kurzer See direkt an die Breitseite und wir dürfen uns von jeder Welle zwei mal durchschütteln lassen. Bei dieser Bewegung wird die ausladende Kajüte zur Hürde und ich suche erfolglos nach ein paar Haltegriffen. Wir drehen in den Fluss von Whangarei und knallen mit aller Wucht gegen Wind und See. Jetzt wäre doch unsere schwere Lady bequemer, würde sie sich von dieser ruppigen See keine Sekunde aus der Ruhe bringen lassen. Aber es ist ja nicht für ewig und irgendwann sind wir tief genug im Fluss, um den Seegang endlich zu entrinnen. Wir ankern vor einer Werft und genießen den letzten Abend Ludgers Gesellschaft. Unsere Tage in Whangarei vergehen wie im Flug. Wie die bunten Hunde treiben wir uns von einer Yacht zur anderen und freuen uns über Eve´s warmherzige Gesellschaft, bevor´s per Auto zurück zu LA BELLE EPOQUE geht.

Langsam sind die Tage voll Gemütlichkeit und süßem Nichtstun gezählt. Wir werden in wenigen Tagen nach Österreich fliegen und es wird Zeit, die letzten Vorbereitungen zu treffen. An Bord LA BELLE EPOQUE ändern sich Pläne so schnell wie sie entstehen und anstelle das Boot an eine Boje in Russell zu legen werden wir nun tief in den Fluss von Kerikeri fahren um dort LA BELLE EPOQUE für ihre Zeit alleine hoffentlich sicher verankern zu können. Gesagt, getan. Während das Wetter sich über der Bay of Islands zum dunklen Sturm zusammenbraut, hohlen wir den Anker aus dem Schlick und motoren in Windeseile zum Flussdelta. Wir haben unsere Ankunft gut geplant und schlüpfen bei voller Flut leicht die vielen Flusskilometer hoch bis zur Ortschaft von Kerikeri. Dort wird bereits auf uns gewartet und Daniel vom Nachbarboot hilft uns, LA BELLE sicher an ihren Pfeilern zu verholen. Regen peitscht uns ins Gesicht, aber hier drinnen sind wir wenigstens vom stürmischen Wind sicher. Ja, solange kein Hochwasser kommt wird hier drinnen LA BELLE EPOQUE sicher wie in Abrahams Schoß auf uns warten!

Kerikeri River gehört vermutlich zu einem der schönsten kleinen Fleckchen dieser Welt. Und wie so oft sind wir nicht die ersten, die so etwas bemerken. Im Fluss hat sich eine kleine bunte Gesellschaft eingelebt und wir Neuankömmlinge werden gebührend begrüßt. Doch lange können wir das gesellige Flussleben nicht genießen und bald schon verschließen wir LA BELLE EPOQUE zum letzten mal hinter uns. Sie muss den heurigen Winter ohne uns überstehen. Auf uns wartet einiges an Arbeit in Österreich und so werden wir den Winter der Südhalbkugel entfliehen und einen Sommer auf der Nordhalbkugel verbringen!

Green Duck

Gemütlicher Segelausflug auf GREEN DUCK

Bay of Island

... und wir lassen die Bay of Islands hinter uns.

Segeln

Zu wenig Arbeit für drei Läute - ich geh in Urlaub!

Auckland

Zurück an Land machen wir einen Ausflug nach Auckland

Strassenkunst in Auckland

Straßenkunst in Auckland

Auckland

Die Stadt der Segel

Auckland

Auckland, wo der Hafen in der Innenstadt liegt.

Flussschiff

In Neu Seeland sind auch viele kleine Flüsse schiffbar.

Einfahrt in den Fluss

Allerdings sind die Einfahrten in die Flüsse alles andere als leicht. Wenn die Gezeiten laufen, wird die Strömung gefährlich!

Kerikeri River

Wir schaffen es problemlos in den Kerikeri River

Kerikeri River

Und verholen La Belle Epoque an ihren Winterliegeplatz.

Kerikeri

Kerikeri mit seinem Stonestore gehört wohl zu den schönsten kleinen Fleckchen Erde!

Flussleben

Flussleben

Segelboote im Fluss

Überall im Fluss liegen Segelboote sicher verholt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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