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 Keine Kannibalen auf den Marquesas Inseln

Ankern in Ua Pou

Mittlerweile liegen wir den dritten Tag vor Anker in Atuona und das Gefühl, weiter zu wollen lässt sich nicht mehr verbergen. Nicht, weil wir uns hier nicht wohl fühlen, nein, das Dorf ist hübsch und die Menschen sind freundlich zu uns. Vermutlich ist das stete Bedürfnis, weiter zu wollen zu unserem Lebensstil geworden. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir hier in Atuona fast nichts erledigen können und so gibt es keinen Grund, länger hier zu bleiben. Klar, wir haben ins Land einklarieren, ein bisschen Geld in der hiesigen Währung abgehoben und ein paar französische Köstlichkeiten gekauft - Barquettes, französischen Käse, feine Pasteten und leckere Hartwurst. Doch Obst und Gemüse haben wir nirgends gefunden. Kein Geschäft in Atuona führt lokale Früchte. Das ist auch nicht verwunderlich, wer ausser uns würde schon Obst und Gemüse im Geschäft kaufen, hier, in einem Land, wo ausnahmslos jeder einen Garten voll Früchte besitzt. Wir müssen einen anderen Weg finden, uns mit Früchte einzudecken und so wollen wir heute einen letzten Rundgang durchs Dorf und über die Hügeln unternehmen.

Nach einem kurzen Stop im Markt - wo wir nun endlich ein paar Bananen abstauben konnten - schlendern wir von Garten zu Garten. Fragen unter Einsatz von Händen und Füßen, ob hier Früchte verkauft werden. Doch die Einheimischen winken ab. Nein, nein, lachen die meisten, Früchte werden nicht verkauft, aber wir bekommen zwei Kokosnüsse geschenkt. Die Sonne brennt erbarmungslos auf uns nieder und die Mittagshitze ist kaum zu verkraften. Die Waden lassen wissen, dass sie ein knappes Monat auf See nicht mehr trainiert worden sind. "Ich will nicht mehr. Wir werden schon auf einer anderen Insel Früchte bekommen. Lass uns noch die Gräber von Paul Gauguin und Jacques Brel besuchen und dann weitersegeln!" kommt bald mein Vorschlag an Jürgen.

Der Friedhof liegt über dem Dorf. Wir lassen den Blick weit über die Bucht streifen, als ein verbeulter Landrover mit zwei Nonnen über die steile Dorfstrasse zum Friedhof wackelt. "Kaloha, Tourists!" grüßen uns die Nonnen freundlich. "Amerikan? You speak Franch?" will die jüngere Nonne wissen und nachdem wir erzählen, wo wir her sind, kommt promt ihr Bild zu Österreich: "Ah, Sissi!" Wir tratschen eine Weile mit der aufgeweckten Nonne und erfahren, dass sie beide in der Schule von Santa Anna arbeiten. Immer noch kommen Jungs und vor allem Mädchen von den umliegenden Inseln in die Internatsschule der Nonnen von Atuona, um ihre Ausbildung zu machen. Doch wurde die Schule nicht nur gegründet, um die jungen Polynesier auszubilden. Der wahre Auftrag der Nonnenschule lag darin, das Volk der Polynesier vor der Ausrottung zu bewahren. Denn die alten europäischen Seefahrer brachten nicht nur Waffen als Tauschgut, vor allem brachten sie westliche Krankheiten, die zum Todesurteil unzähliger Einheimischer wurden. Krankheiten, die sich durch die offene Lebensweise der Polynesier und dem intimen Kontakt mit den Matrosen nur zu leicht verbreiten konnten. Von den einst wahrscheinlich hundertzwanzigtausend Menschen waren kaum noch zehntausend übriggeblieben, erzählten sie uns. So konzentrierte sich der Orden von Santa Anna vorerst vor allem darum, junge Mädchen von den Inseln vor den Seeleuten zu schützen und sie zu unterrichten. Später wurden auch Buben in der Internatsschule aufgenommen und bis heute feiert Santa Anna ihren guten Ruf.

Wir haben uns angewöhnt, jeden, den wir treffen nach Früchte zu fragen und so will Jürgen auch von den Nonnen wissen, ob sie jemanden kennen, der Obst oder Gemüse verkauft. "Ihr wollt Pampelmusen? Ja dass ist ja kein Problem. Kommt einfach später zur Internatsschule und ich schenke euch Obst und Gemüse aus dem Klostergarten!"

Geladen mit frischen Früchten verlassen wir Hiva Oa. Wir sind unterwegs zur Nachbarinsel, wo wir hoffen, auf die polnische Yacht BELLA VITA zu stoßen. Bereits in Mexiko haben wir Arek und Iwona kennen gelernt und wir freuen uns, einen Abend mit bekannte Gesichter verbringen zu können. Vaitahu wird in den Unterlagen als schlechter Ankerplatz beschrieben und so liegen nur wenige Yachten in der großen Bucht. Das Dorf selbst ist kleiner und noch freundlicher als Atuona. Der Betreiber des kleinen Geschäfts bietet sogar gratis Internet und bald schon sitzen wir gemeinsam mit der Slowenin Jasna von der Yacht CALYPSO unterm Orangenstrauch vorm Laden. Es ist Sonntag und Wochenendstimmung liegt übern Dorf. Ein paar Männer sitzen mit je einer Flasche Bier im Schatten, im Hintergrund hört man Frauen in Begleitung einer Ukulele singen. Ein paar Hunde liegen faul unterm Tisch und in der Böschung hinter uns scharren die Hühner nach Fressbarem. Ein gemächlicher Inselsonntag.

Vautahu, Tahuata Insel

Gemeinsam mit Iwona und Arek brechen wir zur Wanderung über die Insel auf. Die beiden sind schon ein paar Tage hier und wollen uns ein paar schöne Plätze zeigen. Der Schotterweg aus dem Dorf führt durch sauber gepflegte Obstgärten. Bald ändert sich das Bild, wir wandern durch verwilderten Dschungel, unterbrochen von Palmplantagen und wilden Obstheinen. Die Aussicht ist spektakulär: tiefblaue Meeresbuchten gehen in sattgrüne Täler über. Am Meer ist das eine oder andere weiße Dreieck zu sichten, die feinen weißen Streifen am Wasser lassen uns wissen, dass der Passat in voller Kraft über das Meer bläst. Alles ist ruhig, nur die eigenwilligen Rufe der tropischen Paradiesvögel mischen sich unter das leise Säuseln des Windes in den Palmblättern.

Irgendwann hören wir einen Pickup Truck hinter uns. Der freundliche Polynesier nimmt uns ein Stück mit und will wissen, ob wir bei unserer Wanderung einen entlaufenen Stier begegnet sind. Sorry, wir sind nur an Kühe und ihren Kälbern vorbei gekommen. Bei der nächsten angeleinten Kuh bleibt er stehen, um ihr Wasser zu bringen. Wir verabschieden uns, nicht sicher, ob wir einen entlaufenen Stier wirklich begegnen wollen. Und die nächste Biegung ist es soweit: an den Hörnern des schönen Tiers hängen die letzten Reste seines Stricks und der schöne Braune mustert uns. Ein freundliches Tier und bald schon lässt er sich von uns zu seinem Besitzer weisen. Als Dank gibts ein paar Pampelmusen, Limonen und Kokosnüsse für uns, die wir an einem schönen Aussichtspunkt als Picknick verzehren.

Wandern über Tahuata Insel

Zurück an Bord beschließen wir, für eine Weile gemeinsam mit BELLA VITA zu reisen. Wir wollen über weitere Inseln gemeinsam wandern, vielleicht können wir ja auch mit dem Zeltern ausrücken und eine Zweitagestour starten. Wir wechseln zu einem der beliebtesten Ankerplätze entlang der Marquesas - der Bucht von Hanamoenoa . Umringt von weißen Sandstrand und tiefgrünen Palmplantagen finden wir hier glasklares, türkises Wasser, ein Schnorchelparadis voll tropisch bunter Fische und einiger Korallenbänke. Am Strand setzt sich Stefan zu uns. Der junge Polynesier lebt hier alleine, seine Frau und Tochter wollten Tahiti nicht für die Einsamkeit der Palmplantage aufgeben. Doch für ihn ist das Land seiner Familie ein kleines Paradies, er ist eben nicht für das Stadtleben geschaffen. Bei seinem Besuch in Neu Seeland konnte er ein wenig Englisch lernen und so bringen ihm die vielen Segler in der kurzen Saison ein wenig Abwechslung. Hin und wieder kocht er Fisch am Lagerfeuer für die Besucher und vielleicht schafft er es ja, bald mal ein kleines Nebeneinkommen mit dem Verkauf von Lebensmittel an Segler aufzubauen. Stefan ist erstaunt, dass wir in Atuona kaum Früchte kaufen konnten doch die Idee, seine Früchte den Seglern gegen Geld zu bieten interessiert ihn nur wenig. Im Endeffekt ist er mit seinem einfachen Leben zufrieden und zusätzliches Einkommen zu schaffen bleiben nur flüchtige Gedanken. So sitzt Stefan lieber bei uns im Sand um zu tratschen und den sonnigen Tag zu genießen.

Auch der kurze Stop an der Nordküste der Insel Hiva Oa ist geprägt mit einer Begegnung. Während LA BELLE EPOQUE und BELLA VITA vor Anker rollen, werden wir zum Haus von Sabrina geleitet. Sie will uns herzlich willkommen heißen und hat für uns einen Eimer mit Mangos gesammelt. Arek und Iwona, die bereits zum zweiten Mal die Marquesas Inseln besuchen, packen ein paar Gegengeschenke aus ihrem Rucksack: Dosenfleisch, ein paar Dosen Cola, ein Säckchen mit Bonbons. Sabrina kann das Geschenk so nicht annehmen, sie ruft nach ihrem Mann und ihren Bruder und sendet beide mit verschiedene Aufträge in den Garten. Bald türmen sich Melonen, Papayas, weitere Mangos, Limonen und ein paar Pampelmusen auf den Tisch. Wir können die Köstlichkeiten zu viert kaum tragen!

Das Tal hier gehört Sabrinas Familie. Gemeinsam mit fünf weiteren Familienmitgliedern lebt sie hier das ganze Jahr über, während ihre beiden Söhne in Atuona in der Internatsschule sind. Die wenigen Menschen hier haben sich ein kleines Paradies geschaffen. Alles um die offenen Holzhäuser ist sauber gepflegt, der Garten ist gefüllt mit exotischen Obstpflanzen, im Schatten eines Baumes weiden ein paar kleine Schweine und ein vor Gesundheit strotzendes Pferd. Wie überall auf dem Marquesas laufen zahlreiche Hühner, Katzen und Hunde herum. Sabrinas Mann erklärt uns, dass es in den Bergen wilde Ziegen und Schweine gibt, gemeinsam mit seinen Brüdern und Schwägern geht er regelmäßig zur Jagd.

Im Schatten einer Felswand hinter einer Hütte wartet die Besonderheit der Bucht auf uns: hier hat sich Sabrinas Familie ein Frischwasserbecken gebaut, das von kaltem Quellwasser in reinster Qualität gespeißt wird und in einem Bach abläuft. Wir werden eingeladen, uns das Salz der letzten Monate hier von der Haut zu waschen.

Früh um drei Uhr morgends gehen wir Anker auf. Vor uns liegen knappe sechzig Seemeilen zur nächsten Insel: Ua Pou. Ein Segeltag wie aus dem Märchenbuch: leichter Passatwind aus achterlicher Richtung, einzelne Quellwolken im tiefblauen Himmel, ein paar Delfine entlang der Bugwelle und unzählige Fregattvögel und Tölpel ums Boot. LA BELLE EPOQUE breitet all ihre Segel in den Wind und Miss Aries übernimmt gekonnt das Steuer. Wir speisen Mangos und Pampelmusen bis die Mägen spannen und verstecken uns unterm Bimini vor der sengenden Sonne. Irgendwann laufen zwei Yachten unter Motor an uns vorüber. Wir müssen schmunzeln, immerhin diskutieren die Beiden Skipper der modernen Leichtgewicht-Yachten darüber, dass der Wind einfach nicht stark genug zum Segeln blasen will. Der Windmesser an Bord einer Yacht spricht von nur acht Knoten achterlichen Wind. Wie die wohl über den Pazifik gekommen sind, wundere ich mich. Immerhin fahren sie den Wind mit wahrscheinlich sechs Knoten Motorfahrt davon, damit haben wir gute vierzehn Knoten segelbaren Wind! Sehen sie die schwere Stahlketsch unter Segel wenige hundert Meter neben sich denn nicht? Wenn wir unter Segel gut unterwegs sind, müssten die doch eigentlich fliegen!

Ua Pou

Die Insel Ua Pou grüßt uns schon von weiten mit ihren beeindruckenden Felsgipfeln. Was für ein Anblick, gut, diese Insel als unser nächstes Ziel gewählt zu haben. In Hakuhau liegen unzählige Yachten vor Anker. Zu schade, dass auch das Segelvolk immer egoistischer wird. Keine der Yachten hinter der Mole hat einen Heckanker ausgebraucht und so bleibt kaum noch Platz für weitere Besucher. Doch wir erfahren, dass das Versorgungsschiff erst am Mittwoch wieder kommen sollte, bis dahin können wir dicht an der Mole ankern. Kaum den Anker in Wasser, schwimmt der französische Insellehrer Xavier zu LA BELLE. Er will morgen eine Auto-Tour über die Insel fahren und lädt uns ein, ihn für einen kleinen Dieselbeitrag zu begleiten. Eine gute Gelegenheit, mehr über Ua Pou zu erfahren.

Hakuhau ist besonders hübsch. Auch hier prägen gepflegte Holzhütten und ausschweifende Gärten das Bild, im Palmenpark an der Wasserfront weidet ein Pferd und im Schatten vor der Bücherei hat ein Kunstschnitzer seinen Arbeitsplatz aufgestellt. Wir holen uns ein frisches Schoko-Croissant aus dem Laden und auf gehts über die holprigen Inselstrassen. Das Tal der Könige - Kings Valley - ist heute nur noch ein schönes Tal, christliche Missionare verordneten den einheimischen Völkern, alle ihre heidnische Tikis umzuwerfen und zu zerstören. Was von den Missionaren verschont blieb, viel längst dem Dschungel zum Opfer. Dennoch ist das Tal herrlich schön und ich kann mir vorstellen, weshalb sich hier einst Könige nieder ließen.

Das Tal der Könige, Ua Pou

Die Reise geht vorbei an Gärten und Plantagen, Xavier benennt die verschiedenen Pflanzen, an denen wir vorüberfahren: wilde Mangos, Taro, Granatäpfel, Gujava, Eukalyptus und Kaffestauden. Zitrusfrüchte und Nussbäume, Papaya- und Bananenstauden. Blumen, wo immer man hinsieht. An einem Hibiskusstrauch voll signalroter Blüten stoppt Xavier das Auto, pflügt eine Blume für mich. Nach polynesischem Brauch stecke ich mir die große Blüte hinters Ohr. Hinters linke Ohr - rechts tragen nur unverheiratete Mädchen die Blüten.

Vorbei gehts an Ziegenherden zu einem magischen Platz. Immer noch ehren die Polyneiser die Dorfplätze ihrer Vorfahren und so bestaunen wir das heilige Areal. Heute werden nur noch ab und zu Tänze und andere Veranstaltungen hier abgehalten. Der große, flache Steinaltar, auf dem früher Opfer für kannibalistische Rituale erschlagen wurden, steht immer noch auf seinem Platz. Auch in den übriggeblibenen Steinfundamenten der ehemaligen Gebäude sind die Andenken an die blutige Zeit Polynesiens erhalten geblieben: in den tief ausgehobenen Löchern unter den Fundamenten wurden die Opfer bis zu ihrem letzten Tag und unter Drogen gefangen gehalten.

Traditioneller Platz in Französisch Polynesien

Obwohl die Zeit des Kannibalismus noch nicht all zulange her ist, gibt es heute keinen Grund zur Sorge mehr. Auch im nächsten Dorf werden wir freundlich empfangen und die Frauen am Strand zeigen uns die gesammelten Muscheln und "Blumensteine" (Steine mit blütenförmigen Mineraleinschlüssen).

Den schönsten Platz, zu dem uns Xavier bringt, wird der südliche Gipfel der Insel. Wir klettern über die Felsen so hoch wir können und bewundern die Aussicht: über drei Seiten können wir über die Insel bis zum Meer blicken, während frischer Passatwind unsere verschwitzten Körper kühlt und ein paar Paradiesvögel unter uns entlang der Berghänge kreisen. Xavier erzählt, dass es im Westen der Insel einen schönen Wanderweg zu den großen Fels-Obelisken im Zentrum der Insel geben sollte. Damit hat er unsere Neugierde geweckt, wir verbringen den Abend zurück im Dorf auf der Suche nach mehr Informationen zum Wanderweg. Bald schon halten wir eine aufgezeichnete Karte in der Hand und der Beschluss steht fest: noch am Abend gehts in die Ankerbucht von Hakatehau, zum Startpunkt der Wanderung!

So schnell sollten wir allerdings nicht zur Wanderung aufbrechen. Früh am Morgen ankert ein französisches Navi-Schiff neben uns und schon macht sich eine Delegation Zöllner auf, die Yachten zu kontrollieren. Nach BELLA VITA werden auch wir kontrolliert und durchsucht, nur gut, dass wir nicht zu den Yachten gehören, die illegal Alkohol und Tabak über die Meere schleppen. Seit langem schon ist LA BELLE EPOQUE ein "trockenes" Schiff, den Aufwand, denn so manche Yachten für ihren täglichen "Sundowner" betreiben ist es uns einfach nicht wert. So verläuft die Durchsuchung von LA BELLE wie immer freundlich und unkompliziert, ganz anders, als wir bereits von einigen anderen Yachten die Begegnung mit dem französischen Behörden erzählt bekamen.

Die Wanderung über Ua Pou wird sensationell. Kaum aus dem Dorf und entfernt von jeder Strasse, versinken wir in kaum überwindbaren Dschungel. Gut, dass es auf der Insel keine giftigen Tiere gibt, wenn uns auch die Mosquitos bald schon aus dem Bad am Wasserfall vertreiben! Wieder treffen wir auf halb verwilderte Kokosplantagen, wo wir Einheimische bei ihrer Kopra-Ernte beobachten können. Die Säcke mit Kokosnuss werden über viele Meilen am Rücken oder per Pferd durch den Dschungel getragen, um später in den Gärten bei den Häusern zum Trocknen aufgelegt zu werden. Höher und höher schraubt sich der Wanderweg und der Dschungel lichtet sich ein wenig. Teilweise müssen wir auf allen vieren Gehen, da der Weg so steil wird. Doch die Aussicht belohnt: wir erreichen den höchsten der Gipfeln von Ua Pou und genießen ein Picknick bei spektakulärer Aussicht.

Wanderung durch den Dschungel

Der Weg zurück wird noch einmal atemberaubend. Hoch auf einem schmalen Bergrücken gehts teilweise unter Einsatz von Trossen zurück ins Tal, wo wir durch eine Avocado-Plantage und später durch den Garten eines deutschen Auswanderers kommen. Kurz vor dem Dorf die letzte Sehenswürdigkeit: Ausgrabungen eines Dorfes aus einer anderen Zeit.

Abends gibts Dinner an Bord von LA BELLE EPOQUE, Atau paddelt sein Auslegerkanu vorbei und lädt uns für den kommenden Tag zum Essen bei ihm zu Hause ein. Die Entscheidung, einen Tag länger in Hakatehau zu bleiben fällt uns leicht.

Atau ist zur Zeit alleine zuhause. Seine Frau ist mit dem Versorgungsschiff nach Atuona gefahren, um ihr drittes Kind zu gebären. Wir staunen, dass Atau so gut kochen kann. Er serviert frisches Ziegenfleisch in Kokosnusssauce, Wildschweinbraten mit Fisolen und Kraut, Brotfrucht auf drei verschiedene Arten, gegrillten Fisch und verschiedenste Saucen, deren Inhalt mir für immer ein Rätsel bleibt. Das Essen ist lecker, wenn ich mich auch ein wenig zusammenreißen muss, die vielen Käfer um mich zu ignorieren und nicht daran zu denken, dass sich hier niemand die Hände wäscht. Ich kanns nicht leugnen - ich bin eben meines Vaters Tochter!

Einladung bei Atau

Später werden zwei Ukulelen ausgepackt und der Abend klingt mit polynesischer Musik aus. Als kleines Dankeschön schenken wir Atau ein Taschenmesser und er erzählt, dass er manchmal für größere Gruppen an Besucher gegen Bezahlung kocht. Uns wollter er allerdings einfach nur kennenlernen.

Auch den folgenden Tag verbringen wir mit Atau. Gemeinsam besuchen wir seine Mutter Yvonne, die uns zeigt, wie sie Brotfrucht im Lagerfeuer kocht und später Teig daraus fertigt. Sie verdient ihr Geld mit der Herstellung von Strohmatten und Hüten und auch wenn ich keinen neuen Strohut brauche, kaufen wir ihr ein schönes Stück ab. Wieder wandern in unsere Taschen unzählige Früchte, ein Stück alte Trosse wechselt im Gegenzug ihren Besitzer. Atau erklärt, dass es schwer ist, auf dem Marquesas gute Trosse zu bekommen und fragt, ob wir eine Trosse gegen die Ukulele eintauschen wollen. Noch nie sammelten wir Souvenirs an Bord von LA BELLE EPOQUE, aber an diesem Angebot kann auch ich nicht vorüber gehen: ein stabiles Stück überschüssiger Trosse wechselt seinen Besitzer und wir verlassen Ua Pou mit einer handgefertigten und mit Schnitzereien verzierten Ukulele!

Polyneisches Auslegerkanu

Immer noch trainieren Polynesier das Paddeln von Auslegerkanus, wenn die Kanus heute auch modern aus Fieberglas hergestellt werden

Atuona

Gepflegtes Dorf Atuona auf Hiva Oa

Pampelmusen

Ein Hochgenuss: die Pampelusen der Marquesas Inseln

Atuona

Hoch über den Dächern von Atuona

Atuona

Aussicht auf die Bucht von Atuona

Kinder von Vaitahu

Kinder von Vaitahu freuen sich über einen Dingi-Ausflug

Tahuota

Wanderung über Tahuata Insel

Bananenstaude

Bananenstaude entlang des Weges

Arek und Iwona

Unsere polnischen Freunde Arek und Iwona

Kopra

Das Trocknen von Kopra

Hakahau

Ankerplatz in Hakahau auf der Insel Ua Pou

Ua Pou

Ua Pou

Hakahau

Dorfplatz in Hakahau

Kirche von Hakahau

Kirche von Hakahau

SChnitzereien an der Krichentür

Schnitzereien an der Kirchentür

Schnitzereien

Ein Bug als Altar in der Kirche

Hakahau

Hakahau

Inselfahrt

Inselfahrt mit Xavier

Eukalyptus

Eukalyptusbaum

Inselrundfahrt

Entlang der Inselrundfahrt

alter Dorfplatz

Übrig gebliebene Fundamente eines alten Dorfplatzes

Tiki

Auch heute werden wieder Tikis geschnitzt

Tiki

ein älterer Tiki hat seinen Kopf verloren

Steintiki

Auch in Steine werden Tikis geschnitzt

Ua Pou

Fahrt über Ua Pou

Ua Pou

Am Gipfel von Ua Pou

Dorfbesuch

Dorfbesuch an der Südwest Seite von Ua Pou

Hakapau

Das Dorf Hakapau

Sonntag in Hakapau

Sonntag in Hakapau

Spanisch Moss

Überwuchert vom "Spanischen Moos"

Ziegen

Ziegen - sie wurden einst von den alten Segelschiffen eingeführt

Kokosnüsse

Ich sammle Kokosnüsse in Xaviers Garten

Hakutehau

Das Dorf Hakuhetau

Wanderung

Wanderung durch den Dschungel

überall Blüten

alles hier blüht

Palmen

Palmenhein

Abkühlung an einem kleinen Wasserfall

Abkühlung an einem kleinen Wasserfall

Dschungelwanderung

Wanderung im Dschungel

bald am Gipfel

bald am Gipfel

Aufstieg

Aufstieg

Picknick

Zeit fürs Picknick

beim Felsgipfel

Beim Felsgipfel

Aussicht über Ua Pou

Aussicht über Ua Pou

Abstieg

Schmaler Abstieg

zurück auf der Dorfstrasse

zurück auf der Dorfstrasse

Gärten

Polynesische Gärten

Hibiskus

Yvonna

Besuch bei Yvonne, Ataus Mutter

Brotfrucht

Vermentieren von Brotfrucht

Brotfrucht

Süße Brotfrucht für uns

Reich beladen

Reich beladen

Fisolen

Fisolenernte

Atais Haus

Ataus Haus

Ananas im Garten

Ananas im Garten

Abschied von Ua Pou

Abschied von Ua Pou

 

 

 

 

 

 

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