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Bordversorgung heute

Ernährung und Proviantierung an Bord von Fahrtenyachten

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Was für ein schönes Gefühl war es doch, die Trossen zum letzten Mal von dem bekannten Steg zu lösen und zur großen Segelreise zu fernen Küsten aufzubrechen. Alle Vorbereitungen waren gemacht, die Schapps der Yacht bis zum Bersten mit einem bunten Lebensmittelvorrat gefüllt und neben den Wassertanks noch etliche Kanister mit Trinkwasser verstaut. Es war gerade Winterbeginn 1998, aber davon merkten wir im Süden von Kalifornien herzlich wenig.

Ein wunderbares Leben an Bord erwartete uns. Wir standen am Beginn eines neuen, abenteuerlichen Lebenswegs. Ein Lebensweg, der uns viel weiter führen würde, als wir uns zu diesem Zeitpunkt jemals erträumen konnten.

Unsere erste Segelreise führte uns in den Süden, entlang der Küste Mexikos in die Traumreviere des amerikanischen Westens. Wir hatten uns, unsere Phantasie und Neugierde, ein kleines Boot, alle Zeit der Welt und eine unglaubliche Lebenslust. Doch nach wenigen Monaten ließ es sich nicht von der Hand weisen, dass uns etwas fehlte. In Traumbuchten vor Anker fühlten wir uns antriebslos und begannen, lustlos die Staufächer nach einem guten Happen zu durchwühlen.

Bekannte "Bordrezepte" von noch bekannteren Weltseglern wurde uns zum Alptraum. Schnellgerichte wie "Man nehme eine Dose Linsen, eine Dose Mischgemüse, eine Dose Würstchen, eine Dose Luncheonmeat, eine geschnittene Zwiebel und erwärmt die Zutaten, würzt mit etwas Essig, Salz und Pfeffer" schafften es, dass sich unser beider Appetit schon beim Gedanken an das fertige Gericht verflüchtigte. Schon alleine die einzelnen Zutaten (mit Ausnahme der Zwiebel) führten schon beim Kochen zum Heben meines Magens. Und nebenbei, nicht mal die Bordkasse schonen derartige "Spezialitäten".

Aber Gusto und Geld ist nicht alles! Langsam reagierten unsere Körper auf die einseitige Ernährung am Schiff und ließen uns über manche Lebensmittel herfallen. So kann ich mich gut erinnern, wie Jürgen und ich nach einem größeren Provianteinkauf in Panama zwanzig Liter Haltbarmilch in nur 4 Tagen verbraucht hatten. Verwundert war ich darüber keineswegs. Immerhin kannte ich die Grundlagen von gesunder Ernährung und wusste, dass die unbefriedigende Bordküche kaum eine vollwertige Versorgung unserer Körper gewähren konnte.

Aber es gab auch positives aus der Bordküche zu berichten. Ungeübt im Umgang mit großen Fang oder gar gefundenen Meeresfrüchten hatten wir Spaß am Lernen. Wir lernte, wie Fisch gefangen und zerlegt wird, welche Meeresfrüchte wir unter unserem Rumpf finden konnten oder wie wir sie fertig für die Küche bereiten konnten. Eine neue Möglichkeit der Selbstversorgung eröffnete sich uns. Und - wie meist beim Thema Selbstversorgung - wir konnten uns von nun an zumindest teilweise mit den besten und exquisitesten Lebensmitteln dieser Erde selbstversorgen , wenn wir nur wollten!

heilbutfang in alaska

Ernährung und Proviantierung rückte in ein neues Licht. Wir waren nicht die einzigen Segler, die sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigten. Bei abendlichen Treffen mit anderen Crews wurde nicht nur unter Bordfrauen Kochen und Proviantieren ein interessantes Gesprächsthema und so änderte sich durch eigene und fremde Erfahrungen nach und nach unsere Ernährung an Bord.

Zuhause in Österreich hatte ich in Ernährungslehre Abitur gemacht, nun weckte die neue Situation mein altes Interesse an gesunder Ernährung. Immer öfter erfuhr ich, dass sich viele Segler und Seglerinnen unsicher fühlten, ob ihre Bordküche ihrem Bedürfnis von gesundem und naturverbundenem Leben wirklich gerecht wurde und so begann ich, mein Wissen auf neuem Stand zu halten und Ratschläge und Erfahrungen von Menschen auf Langfahrten sowie eigene Erfahrungen zu sammeln.

Unsere erste Segelreise rückt bereits immer weiter in die Vergangenheit. Doch sie rückt nicht in Vergessenheit. Und vor allem hat sie unser weiteres Leben verändert. Denn sie hat einige Dinge in unseren Herzen dauerhaft verankert:
Wir werden das Meer immer lieben.
Und wir werden das Reisen immer lieben.
Segeln wird für uns immer ein toller Weg bleiben, die Welt zu erleben.
Wir werden immer daran Arbeiten, unsere Träume zu erfüllen und unseren Lebensweg nach Lust und Laune zu bestreiten.
Und… ich werde mein Interesse an Ernährung nie mehr in Vergessenheit geraten lassen.

Mittlerweile sind Jürgen und ich auf unserer zweiten großen Segelreise unterwegs und unser Kurs führt uns durch die verschiedensten Regionen dieser Erde. Die Tage an einseitiger Bordernährung sind längst vorbei. Im Gegenteil, die Freude an einer gesunden Bordküche und an durchdachter Proviantierung begleitet uns und immer noch gibt es neues zu erfahren und zu entdecken. Und diese Erfahrungen kombiniert mit meinem Wissen sollen nicht nur uns weiter helfen!

In Zusammenarbeit mit Ernährungslehrkräften und ausgestattet mit neuesten Ergebnissen und Ausgaben verschiedener Institute ist so mein neues Buch entstanden, das sowohl als Nachschlagewerk als auch als Anregung zur gesunden Bordküche dienen soll. Denn auch wenn Ernährung nicht das einzige Standbein für ein gesundes Seglerleben sein kann, ist doch an dem alten Sprichwort was dran: "Du bist, was du isst…"

Und hier das Inhaltsverzeichnis meines neuen Buchs BORDVERSORGUNG HEUTE - Ernährung und Proviantierung an Bord von Fahrtenyachten"

Bordversorgung heute

Bordversorgung heute - Ernährung und Proviantierung an Bord von Fahrtenyachten

Unter anderem hier auf Amazon erhältlich:

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Gemütliches Freundschaftsessen in Ua Pou, Marquesas Inseln

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Kochen an Bord

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Frisches Brot an Bord

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Großer Fang in Grönland - wir erzeugen Trockenfisch

Markt in Tonga

Der Markt - die beste Quelle für wertvollen Proviant an Bord

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Einkochen an Bord. Mit unserem großen Dampfdrucktopf gehts sicher und leicht!

Tonga

Zum Festessen in Niuatopupapu, Tonga

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Kochen and Bord

Nur an ruhigen Ankertagen: Kürbisschnitzel

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